Orte in der Natur

Der Ammersee und seine Umgebung gehören zum international bedeutsamen Ramsar-Schutzgebiet. Moränenketten, Hoch- und Niedermoore prägen die Landschaft genauso wie Wälder, Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Für Zugvögel ist die Region ein wichtiger Rastplatz vor bzw. nach der Überquerung der Alpen. Nicht zuletzt deshalb genießen Vögel in den drei Naturschutzgebieten rund um den Ammersee besonderen Schutz.

Artenvielfalt im Ampermoos

Im Norden des Ammersees liegt das Ampermoos, ein Naturschutzgebiet das von großer Bedeutung für etliche gefährdete Vogelarten ist, wie etwa Kiebitze und Kornweihen. Während der Brutzeit der Vögel von Anfang März bis Mitte Juli herrscht daher ein striktes Betretungsverbot. Das Innere des Niedermoors ist kaum durch Wege erschlossen. Für die seltenen Tier- und Pflanzenarten ist das ein Segen. Wer einen Blick auf die zahlreichen Vogelarten und anderen Bewohner des Ampermooses werfen will, kann das vom Naturbeobachtungsturm bei Kottgeisering aus tun.

Vogelfreistätte Ammersee-Südufer

Am südlichen Ufer des Ammersees befindet sich ein weiteres Schutzgebiet. Hier im Ammer-Delta findet sich die größte Artenvielfalt an Brutvögeln am ganzen Ammersee, so etwa brüten hier etwa die Bekassine und die Fluss-Seeschwalbe. Daneben fühlen sich in den naturbelassenen Schilfgebieten, Moorflächen und Birkenwäldern auch seltene Pflanzenarten wohl. Unter anderem gibt es zahlreiche Orchideenarten zu entdecken.

Reise ins Mittelalter

Die Überreste der Burg Haltenberg am Ufer des Lechs ist die einzige Burgruine zwischen Donauwörth und Füssen. Die Anlage, die übrigens auch ein spannendes Ausflugsziel für Schulklassen darstellt, kann gemeinsam mit einem Gästeführer besichtigt werden. Bei einer 45-minütigen Tour reisen Sie in die Vergangenheit und erfahren viel Wissenswertes über das Leben auf der Burg im Mittelalter.

Fünfseenland entdecken

Der Ammersee ist Teil des oberbayrischen Fünfseenlandes. So wird die Region zwischen Ammersee und Starnberger See genannt, in der aus den Gletschern der Eiszeit etliche Seen entstanden sind. Die beiden größten sind der Ammersee und der Starnberger See. Östlich des Ammersees finden sich noch drei kleinere Seen: der Wörthsee, der Pilsensee und der Weßlingersee. Der Wörthsee gilt als einer der saubersten und schönsten Badeseen Bayerns. Seinen Namen erhielt er anhand der Insel in seiner Mitte, da sich „Wörth“ von dem mittelhochdeutschen Wort für „Insel“ ableitet. Der Pilsensee war ursprünglich mit dem Ammersee verbunden. Heute befindet sich an der ehemaligen Verbindungsstelle das Herrschinger Moos.

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